Elisa Lohmüller untersucht unterschiedliche Materialien, analysiert deren Bestandteile und Eigenschaften. Das künstlerische Potential der Wandlungsfähigkeit lotet sie durch gezielte Manipulation aus. Nicht selten ist aber auch der Alltag ihr Co-Worker und eröffnet ihr ein spannendes, lebensnahes Feld für ihre künstlerische Praxis. Prozesshaftigkeit, Visualisierung von Entwicklungen und Zeit sind stets zentrale Bestandteile ihrer Kunst.
Die Blicke der Betrachtenden verfangen sich in Elisa Lohmüllers haptischen und ästhetischen Verlockungen und machen Lust auf den zweiten Blick. Dieser offenbart eine Mehrschichtigkeit und hält manche Überraschung bereit.
„Material ist nicht neutral, Material speichert Zeit“, wird die Künstlerin im art Heft, Ausgabe Juli 2025 in der Rubrik „Starter – Unsere Entdeckungen“ zitiert.
Das titelgebende Werk speichert flüchtige Substanzen. Seit Februar 2023 sammelte die Künstlerin ihre Tränen und ihren eigenen Schweiß. Durch das Extrahieren der Salzpartikel aus dem flüssigen Material kristallisiert sich das kostbar anmutende Objekt heraus.
In der Arbeit „My Heart Will Go On And On“, 2026 wird der Herzschlag der Künstlerin sichtbar. Die unmittelbare körperliche Reaktion auf einen Film macht Emotionen und Anspannung als Lichtimpulse in einer Kinoatmospähre sichtbar.
Flüssige Emotionen – Warum Menschen weinen.
Eine Reise durch die Wissenschaft der Tränen. Ein Vortrag von Sozialpsychologe und Psychotherapeut Dr. Michael Barthelmäs am 10. November 2026, 18:30 Uhr
Kunst erleben! Öffentliche Führungen
für kunstinteressierte Erwachsene und Jugendliche, Jeweils sonntags,
22. 11. und 6. 12. 2026, 16 Uhr
Einführung von Dr. Bertram Kaschek, Kurator Staatsgalerie
Infos zur Künstlerin: Start | Elisa Lohmüller