Erik Sturm

Umbrüche, vom 13. Oktober 2024 bis zum 7. Januar 2025

Raumansicht. Ein deformierter Bohrkopf mit Stahlträger auf dem Boden. Zwei weiße Sockel mit Stahlobjekten. Fotografien und kleine Exponate in Holzrahmen an den Wänden.
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Keramikfliesen unter der Treppe mit bunten, floralen Mustern um eine Hexagon-Reihung herum. An der Wand hängen zwei Zeichnungen in Schwarz auf braunem Papier.
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Im Vordergrund steht ein weißer Sockel, auf dem sieben kleine, metallische Objekte angeordnet sind, die an Bohrköpfe oder ähnliche Werkzeuge erinnern. Mehrere kleine und vier größere Fotografien zeigen Ausschnitte der Baustelle "Stuttgart 21".
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Ein Vogelnest aus Kabelbindern, Draht und Schrauben befindet sich im Schaukasten und vier architektonische Bleistiftzeichnungen an der weißen Galeriewand.
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Deformiertes, fragmentarisches Stahlobjekt auf einem weißen Sockel.  Im Hintergrund sind unscharf zwei weitere, monochrome Bilder zu sehen.
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Deformierte Bohrschraube aus Stahl auf dem Boden.
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Eine Besucherin betrachtet die Farbfotografien der Baustelle "Stuttgart 21".
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Im Fokus steht ein Mann, der Künstler Erik Sturm, in Warnweste. Die Kuratorin der städtischen Museen Heilbronn/Kunsthalle Vogelmann Carolin Wurzbacher spricht neben ihm ins Mikrofon.
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zahlreiche Besucherinnen und Besucher anlässlich der Ausstellungseröffnung
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Besucherinnen betrachten das Werk "Kollision", 2025 von Erik Sturm. Es handelt sich um ein Fundobjekt, Stuttgart 21 Baustelle Bohrkopf und Stahlträger Fragmente Stahl  einen Bohrkopf von Erik Sturm
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Das Atelier des Stuttgarter Künstlers Erik Sturm grenzt unmittelbar an das Gelände von „Stuttgart 21“ und die Willy-Brandt-Straße an. Seit mehr als zehn Jahren prägen die Arbeiten am neuen Hauptbahnhof maßgeblich das urbane Zentrum der Stadt Stuttgart, wie auch viele der künstlerischen Arbeiten von Erik Sturm.

Die heutige Willy-Brandt-Straße war einst die Prachtmeile im Herzen der Stadt Stuttgart – damals hieß sie noch Neckarstraße. Im Krieg zerstört, danach pragmatisch zur innerstädtischen Autobahn ausgebaut, führt sie heute vorbei am Planetarium und mündet in die „Kulturmeile“.
Gegenwärtig gehört sie zu den meistbefahrenen innerstädtischen Autostraßen Deutschlands. Durch die Großbaustelle Stuttgart 21 ist diese Straße seit Jahren in Veränderung begriffen.  Sie ist nicht nur Verbindungslinie vom Neckartor in Richtung Charlottenplatz und weiter nach Ostfildern, sondern auch Sinnbild für urbanen Wandel und einschneidende bauliche Umbrüche. Seit 2001 ist diese Straße ein wiederkehrendes Thema in der künstlerischen Praxis Erik Sturms.

Viele seiner Arbeiten haben dort ihren Ursprung und reflektieren urbane Transformationsprozesse, wie sie für das Anthropozän kennzeichnend sind.

Von seinem Logenplatz aus ist Erik Sturm stiller Beobachter. Als Ergebnis jahrelanger Feldforschung bringt er Fundstücke und stumme Zeitzeugen zum Sprechen. Er sichtet, sammelt und macht dadurch sichtbar.

Die Ausstellung in der Städtischen Galerie Ostfildern gibt erstmals einen Überblick zu diesem Werkkomplex in Sturms Schaffen, von seinen frühen Feinstaubreliefs über skulpturale Fragmente aus dem Baufeld bis hin zu Fotoarbeiten zum Projekt Stuttgart 21.

https://eriksturm.eu/erik-sturm/