Jeewi Lee

Revision, vom 17. Oktober 2021 bis zum 11. Januar 2022

Installation "Ashes to Ashes" von Jeewi Lee. Schwarze Tafeln (6x3) aus Aschelauge mit einem Abdruck der geschundenen Bäume.
© Jeewi Lee, Alle Rechte vorbehalten
"Ashes to Ashes (Purification)", 2019 - 2021 von Jeewi Lee. Nahaufnahme der Installation.
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Besucher vor der Installation "Ashes to Ashes" von Jeewi Lee.
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Schwarze Tafeln sind zu einem Rechteck angeordnet. Installation "Ashes to Ashes" von Jeewi Lee. Ausstellungsbesucher stehen drumherum.
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Ausstellung "Revision" von Jeewi Lee. Im Zentrum des Raumes befindet sich eine Installation mit schwarzen Tafeln. An der Wand hängen vier minimalistische Bilder in schwarzen Rahmen.
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Ausstellungsansicht von Jeewi Lee. Vier minimalistische Bilder dominieren die Galeriewände.
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"Ashes to Ashes", 2019, Monte Serra IT von Jeewi Lee. Ein Stück abgebrannter Wald.
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Nahaufnahme des Schriftzugs "RECOIL" (Rückstoß), Kohle, von Jeewi Lee.
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Detail des Schriftzugs "RECOIL", Kohle, von Jeewi Lee.
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Der Herbst bietet die Möglichkeit zu einem Waldspaziergang der besonderen Art.

Wald bedeutet mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Dieses Ökosystem, das spätestens seit der Romantik vielfach mit dem Attribut „deutsch“ versehen wurde, ist eines der wichtigsten Motive der deutschen Kulturgeschichte. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung geht jedoch selten bis gar nicht in den Wald. Das Verhältnis der Deutschen ist daher wohl eher von romantischen Bildern, Vorstellungen und Traditionen geprägt als von eigenen Erfahrungen und Erlebnissen.

Dieses Jahr war erneut ein sehr herausforderndes. Nicht nur Covid 19 ist nach wie vor eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, es wurde auch erneut deutlich, wie brandheiß - im wörtlichen Sinne - das Thema Klimaschutz ist. Vor Athen und auf einigen Inseln in Griechenland, in der Türkei und in Kalifornien wüteten erneut Waldbrände un­d verwüsteten ganze Landstriche, hinterlassen verkohlte Baumrelikte und schwarze Ascheschichten.­

Jeewi Lee macht Spuren sichtbar. In ihrer Installation „Ashes to Ashes“ verwendet sie diese kohlehaltigen Rückstände verbrannter Bäume. Die entstandene Ascheschicht wandelt sich und wird in der Natur bei reinigendem Regen zum Katalysator für neue, fruchtbare Landstriche. Die Künstlerin fertigt Tafeln aus dieser Aschelauge, einem historischen Reinigungsmittel auf der Basis von Wasser und Asche. Versehen mit einem Abdruck der geschundenen Bäume werden diese zum Symbol für einen Neuanfang. Dazu präsentiert sie Zeichnungen der Relikte.

Angesichts dringlicher Themen unserer globalisierten Welt, wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit, ermöglicht Jeewi Lee einen alternativen Blick auf eine wertvolle Ressource und einen natürlichen Klimaschützer unseres Planeten: den Wald.

Die Ausstellung findet im Rahmen des übergeordneten Projekts der Stadt „1.000 Bäume für Ostfildern“ statt.