Hannah J. Kohler

"10 von 149", vom 28. Januar bis zum 9. April 2024

An der Wand hängen vier, schwarzweiße Serienbilder mit einer Leiter und einer schwarzgekleideten Frau in verschiedenen Positionen. Zwei Besucherinnen betrachten die Exponate.
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Hauptwerk der Ausstellung: Untergang der Méduse, farbiger Inkjet-Print auf PVC-Plane, 300 x 1200 cm, 2023/2024. Die dargestellten Personen sitzen, liegen oder stehen und scheinen in verschiedenen Aktivitäten beschäftigt zu sein. Im Hintergrund ein aufgestellter Rahmen mit einer schwarzweiß Fotoarbeit "sicher/unsicher".
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Im Hintergrund "Untergang der Méduse" (farbig), 2023/2024, im Vordergrund Ausschnitt aus der siebenteiligen Serie "sicher/unsicher", 2029
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Blick aus dem Erdgeschoss in den großen Ausstellungsraum, links "Untergang der Méduse, rechts 13 Drucke aus der Serie "Allegorie auf Rorschach", 2023
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Besucher vor der Serie "sicher/unsicher", schwarzweiß Fotografie von Hannah J. Kohler. Eine schwarzgekleidete Frau mit Pferdeschwanz und Pumps hält sich an einer Stehleiter fest und streckt die Beine.
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Hannah J. Kohler bei der Eröffnung im Gespräch mit Besucher*innen.
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Galerieleiterin Holle Nann bei ihrer Einführung in die Ausstellung vor zahlreichen Besucher*innen
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Besucher*innen vor der "Untergang der Méduse", einer großformatigen Fotoarbeit an der Galeriewand
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
zahlreiche Besucher*innen unterhalten sich angeregt während der Ausstellungseröffnung
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Galerieleiterin Holle Nann und Künstlerin Hannah J. Kohler vor dem großen Werk "Untergang der Méduse", 2023/ 2024
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten

„10 von 149“ ist die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin Hannah J. Kohler, die 2023 die Frischzelle im Kunstmuseum Stuttgart bespielte und Gewinnerin des „kunsthub“ der Stadt Leinfelden-Echterdingen war.

In ihrem komplexen Werk schafft sie starke, zeitgemäße Bilder, die um zentrale Fragen der Wahrnehmung kreisen. Oft ist sie gleichzeitig Protagonistin und Regisseurin ihres multimedialen Werkes und lädt die Betrachterinnen und Betrachter zur aktiven Teilhabe auf den unterschiedlichsten Ebenen ein.

In Ostfildern zeigt Hannah J. Kohler wie auch in der Vergangenheit die zeitgemäße Adaption eines kunsthistorischen Meisterwerkes. "Das Floß der Medusa“ des französischen Romantikers Théodore Géricault erscheint heute aktueller denn je. In dem Großformat verdichtet sich das Übel dieser Welt: Egoismus, Eitelkeiten, Verrat, Inkompetenz.
Hannah J. Kohler übersetzt diese Vorlage als fotografische Wandarbeit in den zeitgenössischen Kontext von Verteilungskämpfen, die von Machtgebaren und Empathielosigkeit geprägt sind. Bilder der Schlauchboote im Mittelmeer und andere Bilder von beklemmender Intensität bilden den gedanklichen Hintergrund für das Hauptwerk der Ausstellung.

Im Mai 2024 präsentiert Hannah J. Kohler als Gewinnerin des „kunsthub“ der Stadt Leinfelden-Echterdingen zudem eine Einzelausstellung in der Galerie Altes Rathaus Musberg.