Gruppenausstellung

Facetten, vom 11. Oktober 2020 bis 21. Januar 2021

"Facetten" - Gruppenausstellung. Ein weißer Kokon hängt von der Treppe herunter. Im Hintergrund rechts: Schwarz-Weiß-Grau Serie. Links: Insekten-Serie mit monochromen Pastelltönen im Hintergrund.
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Lichtkasten mit Titel der Ausstellung und daneben "Drei Schnaken" von Lili Fischer.
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Besucherin vor der Fotografie "Orchid Cuckoo Bee" von Levon Biss. Man sieht eine überdimensionalvergrößerte Kuckucksbiene in schillernden Grün- und Blautönen vor schwarzem Hintergrund.
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Gruppenausstellung "Facetten". Im Vordergrund stehen zwei überdimensionale, metallische, langbeinige Schnakenobjekte; davon das größere in Schwarz und das kleinere in Weiß. Links daneben erkennt man einen orange-roten Käfer auf einem rechteckigen, schwarzen Hintergrund. In der Mitte hängen drei kreisrunde Gebilde mit Wabenstruktur in den Farben Gelb und Weiß von der Decke herunter. Rechts unter dem Treppenaufgang hängt ein großes, weißes Kokongebilde. Drei gerahmte Insektenbilder hängen neben einer Mindmap-artigen Wandarbeit.
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Ausstellung "Facetten": Oberer Galerieraum. Drei gerahmte Bilder und eine Leinwand. Eine Besucherin geht durch den Raum.
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Ausstellungsbesucher vor Christopher Williams "Tenebrionidae, Asbolus verrucosus, Death Feigning Beetle, Silver Lake, California", October 1, 1996 (Nr. 1)
© Christopher Williams, Courtesy Galerie Gisela Capitain, Cologne and David Zwimer, New York, Foto: Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Ausstellungsbesucherin vor den Insektenkästern von Matthias Garff.
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Ausstellungsbesucherin vor den Messerschnitten von Beate Diao.
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Minimalistische, abstrakte Bienenkästen von Bettina Bürkle.
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Bleeptrack "Beetlesbot" von Sabine Wieluch. Eine Ausstellungsbesucherin sitzt vor Laptop.
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten

Beteiligte Künstler*innen:
Willi Baumeister, Rosemarie Trockel, Norbert Kricke, Hann Trier, Manuela Tirler, Levon Biss, Lili Fischer, Renée und Thomas Rapedius, Christopher Williams, Jeanette Zippel, Sabine Wieluch bleeptrack, Heinz Peter Fothen, Beate Diao, Dana Meyer, Matthias Garff, Markus Merkle, Uli Gsell, Bettina Bürkle, Joachim Stallecker

Ausstellungsflyer "Facetten" (PDF), nicht barrierefrei

Ostfildern ist von Streuobstwiesen umgeben; dort wird die wichtige Verbindung von Insekten und Natur spürbar. Unter dem Titel „Facetten“ soll das ambivalente Verhältnis von Menschen, Insekten und Spinnen in den Blick genommen werden. Thema der Gruppenausstellung zeitgenössischer Kunst ist ein verantwortungs­voller Erhalt unserer Lebenswelt.

Insekten – vom zarten Schmetterling bis zur lästigen Mücke – gehören zu den arten­reichsten Lebewesen auf der Erde. Fast eine Million Arten sind bekannt. Doch in manchen Regionen der Erde sind nahezu die Hälfte der dort vorkommenden Insektenarten bereits vom Aussterben bedroht. Insekten und Glie­derfüßer haben sich seit 500 Millionen Jahren auf vielfältigste Weise an sämtliche Lebens­räume angepasst. Nicht zuletzt daher sind sie zum Vorbild der Technik avanciert.

Der Mensch gestaltet seine Umwelt im Wesentlichen nach seinen Bedürfnissen. In vielen Fällen hat er so den Lebensraum von Insekten vernichtet und ist dadurch für deren Aussterben verantwortlich.

Doch nicht nur direkte Nützlinge wie die Honigbiene haben für die menschliche Existenz eine hohe Bedeutung. Daher ist es wichtig, dass in Zukunft bei der Gestaltung der Umwelt nicht ausschließlich die menschlichen Interessen berücksichtigt werden.

In der Ausstellung präsentieren sich Künst­ler*innen als präzise Beobachter*innen, zeigen Ideen, Formen und Ordnungsprinzipien, lassen sich von Erscheinungsformen, Prozessen, Phä­nomenen inspirieren und versuchen fasziniert, deren ästhetische Strukturen zu ergründen. Andererseits ist das Verhältnis oft von Distanz, Ekel und Angst geprägt. Künstler*innen bieten facettenreiche Blicke.

Damit ermöglichen sie den Betrachtenden einen visuellen Zugang und kritische Reflexion. „Facetten“ möchte zum sensiblen Umgang mit bedrohten Arten animieren.