Maxim Dondyuk und Rainer Zerback

VUCA World, vom 1. Februar bis 7. April 2026

„Untitled 02“ aus der Serie „Between  Life and Death“, 2017, von Maxim Dondyuk. Schwarz-weiße Abbildung zeigt einen kahlen, schneebedeckten Baum und niedriges Gehölz.
© Maxim Dondyuk, Alle Rechte vorbehalten
Drei Fotos von Rainer Zerback aus der Serie "Places of Interest" - von rechts nach links - Zabriskie Point, Oostende und Niagarafälle
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Drei Fotos von Maxym Dondyuk aus der weissen Serie und Ein Grossfoto von Rainer Zerback "Gorges du Verdon" aus der Serie Places of Interest
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Ausstellungsansicht im Untergeschoss - Fotos von Rainer Zerback und Maxim Dondyuk
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Erster Bürgermeister Andreas Rommel bei der Einführungsrede
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Dr. Katrin Burtschell, Kunsthistorikerin, bei der Einführung ins Werk von Maxim Dondyuk und Rainer Zerback
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Maxim Dondyuk, links, und Rainer Zerback in regem Gespräch
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Ausstellungsbesucher vor "Pariser Platz, Berlin, Deutschland", 2020, aus der Serie "Places of Interest" von Rainer Zerback
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Gruppenfoto - von links nach rechts - Maxim Dondyuk, Galerieleiterin Holle Nann, Dr. Katrin Burtschell, Kunsthistorikerin, und Rainer Zerback
© Jürgen Bubeck, Alle Rechte vorbehalten
Foto-Arbeit aus der Serie "Contemplationes" von Rainer Zerback
© Rainer Zerback, Alle Rechte vorbehalten

Die ambivalente Beziehung zwischen Mensch und Landschaft bildet eine konstante Klammer in der Doppel-Ausstellung des ukrainischen Dokumentarfotografen Maxim Dondyuk und des Ludwigshafener Fotografen Rainer Zerback.
Zerbacks fotografische Serie „Places of Interest“ führt uns an ikonische Orte des globalen Sightseeings. Über mehrere Stunden hinweg erfasste er aus erhöhter Perspektive das Kommen und Gehen von Touristen und Besuchern. Die Aufnahmen zeigen eine Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen: Menschen koexistieren, aber interagieren nicht.

Dondyuk zeigt das vom Krieg geschundene Land der Ukraine – sowohl den Süden als auch den Osten, verborgen unter einer zarten, reinweißen Schneeschicht. Die Spuren der Zerstörung sind ästhetisch überlagert, jedoch keineswegs ausgelöscht. Gerade durch diese subtile Verhüllung treten sie emotional umso intensiver hervor – spürbar, sichtbar, bedrückend schön.
Die Folgen des Krieges sind allgegenwärtig. Sie rücken näher, dringen in unseren vermeintlich unversehrten Alltag ein und lassen sich längst nicht mehr als fernes Geschehen abtun. Auf der Suche nach der Dimension der Stille gewannen menschenleere Räume an Bedeutung.
Dondyuks Arbeit blickt über die Ereignisse selbst hinaus und nimmt das in den Blick, was bleibt: Spuren der Erfahrung und der Zeit.

In der Serie „Contemplationes“ von Zerback ist der Mensch schließlich vollständig abwesend. Zurück bleiben nur seine Spuren, unübersehbar und prägend. Sie kulminieren in der Vorstellung einer „World Without Us“ – einer postapokalyptischen Vision, in der sich der Mensch möglicherweise selbst ausgelöscht hat.

 in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und dem Bundesprogramm Demokratie leben. 

Flyer mit Begleitprogramm (PDF), nicht barrierefrei